Resistenz gegen Anti-Läuse-Mittel

Die älteste Methode, um gegen Läuse vorzugehen, ist die manuelle Entlausung – also eine Entlausung per Hand. Diese Technik kommt seit eh und je beim Menschen und bei Tieren zum Einsatz. Dabei werden die Läuse eine nach der anderen sorgfältig von den Haaren abgelöst. Dies erfolgt mehrmals am Tag und kann sich über einen Zeitraum von bis zu drei Wochen erstrecken. Man vermutet, dass der Kamm gegen Läuse fast 9500 Jahre v. Chr. erstmals in Erscheinung getreten ist. Mit dem Kamm lassen sich die Läuse einfacher und schneller beseitigen als bei der manuellen Entlausung.


Die 1960er und 1970er Jahre

In dieser Zeit wurden neue chemische Methoden zur Bekämpfung von Läusen entwickelt. Die Haare werden mit Pflegemitteln, Lotionen oder Shampoos gewaschen, die insektizide und/oder ovizide Substanzen enthalten.

Die ersten Anti-Läuse-Mittel basierten auf Pyrethrum (Pulver aus getrockneten Chrysanthemenblättern) und auf Malathion.

 

Ab den 2000er Jahren

Läuse haben gegen die in den Anti-Läuse-Mitteln enthaltenen synthetischen Wirkstoffen eine Resistenz entwickelt. Anti-Läuse-Mittel, die auf einem Synthese-Wirkstoff basieren, können daher an Wirksamkeit verlieren.

Die erste Studie zum Phänomen der Resistenz von Läusen gegen chemische Anti-Läuse-Behandlungen geht auf das Jahr 1976 zurück. Diese Theorie wurde durch eine Reihe von weiteren Studien bekräftigt, in denen die Resistenz gegen die Referenzmittel Malathion und Derivate von Pyrethren bestätigt wurde.

 

Die neue Behandlungsgeneration

In Reaktion auf dieses Phänomen der Resistenz wurden neue Anti-Läuse-Behandlungen auf Basis natürlicher Wirkstoffe oder Silikon entwickelt. Die physikalische Wirkung durch Ersticken der Läuse ermöglicht es, Resistenzen entgegenzuwirken.

Diese neuen Anti-Läuse-Mittel sind nicht neurotoxisch. Das bedeutet, dass sie nicht das Nervensystem schädigen.

Die Parasidose-Pflegebehandlung* enthält einen spezifischen erstickenden Wirkstoff, der kurzkettige Fettsäuren (C8-C18) aus Kokosöl miteinander verbindet. Diese werden aufgrund ihrer okklusiven Fähigkeit bei Läusen und Nissen angewandt.

Parasidose bietet somit eine physikalisch wirkende Pflegebehandlung* gegen Läuse, die es ermöglicht, Läuse und Nissen in nur einer 15-minütigen Anwendung zu vernichten.